Mittwoch, 6. Januar 2016


WINTERNACHT 2 

Dein Blick verliert sich versunken und müde in meinem Haar
vielleicht gesättigt von anderen Augen. 

Mein Blick weicht deinen Augen aus, unentschlossen
setzt er sich auf das Küchenfenster, neben ein Spinnennetz. 


Zerstreut, schläfrig, Abwesenheiten verdauend
so nachsichtig wie unsere ermüdeten Worte. 

Die Nacht bringt den Blick der Abwesenden.
Die Nacht bringt Erinnerungen, die ein Kopfkissen suchen. 


Die Erinnerungen kommen und gehen
je nach Nähe oder Dringlichkeit der Begierde. 


Erinnerungen, die sich mit dem Tagesanbruch davonmachen
nach dem Frühstück. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen