FERDINAND ON LINE
Er liebte Computer. Alle Modelle, alle Farben, alle Grössen. Da
war sein Leben, seine Arbeit, die Tanzfläche, Sex mit seinen
digitalen Stars, Kino, Shop, Sportplatz, Familie, Freunde und
Feinde. Da hatte er alles und jeden. Er brauchte nur zwanzig
Minuten pro Tag, um mit den Hunden spazieren zu gehen – sein
schmales Budget reichte nicht für den Hundesitter.
Das Telefon klingelte, es war seine Freundin Claudia, sie wollte
zum x-ten Mal die Vorbereitungen für den Urlaub in Brasilien
besprechen. Abgelegene und wilde Strände weit ab der
Zivilisation, schöne Hütten, niemand, nichts, ohne Flying-Pizza
und ohne Internet. Nur Caipirinha und Bananen. Ein „Fünf-Sterne-
Film“.
Er hat sich standhaft geweigert, rundum und kategorisch, so wie
die schöne Silhouete von 115 Kilos seiner somatischen
Faszination. Er hat ihr gesagt, dass er glücklich sei in dieser einen
Dimension und dass er keine andere entdecken wolle.
Ausserhalb des Internets? Unmöglich!
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