Mittwoch, 6. Januar 2016


BUENOS AIRES KÜSTE 

    Das Quartier Palermo ruht unaufgeregt in der Opulenz seiner Architektur, liegt auf dem Prunk seiner vielen Parks und Gärten: Botanischer Garten Thays, Las Heras, Holanda, Sicilia, Japonés... 



















 
 
 
 
 
 
 
 
Bahnhof Retiro – Kommen und Gehen der verschiedenen und entgegengesetzten Welten, ein Herz, das die Existenz des Reisenden begrüsst und umarmt; derer, die kommen und derer, die gehen und wer nicht mehr mag, legt sich vor ihm hin, in den Park von „Torre de los Ingleses“. Retiro, sein Schutz, der ihn wie eine Mutter, die er nie hatte, betrachtet.
 


















Der Retiro erwacht jeden Morgen mit dem Dröhnen der Lastwagen, die die Hafendocks von Buenos Aires verlassen und Land und die Panamericana suchen und dabei auf einer Parallelstrasse mit galoppierendem Lärm an Puerto Madero vorbeifahren, diesem abstossenden architektonischen Ornament, gebaut für die Handelstätigkeiten und das Nachtleben der Gutsituierten. Der Pauschalbetrag jeder Stadt, die einen modernen Touch haben will, ist meistens unverhältnismässig. 

Schmuck des Rio de la Plata, Glanzschicht in der Trübheit seines Wassers, ist das Küstennaturschutzgebiet: bunter Wald, Symphonie der Tiere, Heiligtum der Meditation, Oase der Ruhe, Lunge der Stadt. 




























Vom Hang der Ribadabia über den Parque de Colón blicken die Casa Rosada und Plaza de Mayo mit Hoffnung in die Zukunft eines Landes in ständiger Metamorphose, auf der Suche nach sich selbst. 




























Park Costanera Sur, beliebte Quelle von Freude und sonntäglichem Feiern der Bevölkerung Buenos Aires, den treuen Pilgern seiner grünen Tempel, das grösste Treffen der Mate-Tee- Trinkenden, der Rauch der Imbissbuden mit ihren „choripanes“, Klappstühle und wirbelnde Kinder vermengt mit Tausenden von Tauben. 

San Telmo, eine Überfülle von Begeisterung, ein ungestümer Markt, der längste Lateinamerikas. Das Café Dorrego mit seiner stehen gebliebenen Zeit – wie ein altes Foto einer leidenschaftlichen Tangotänzerin, das den Duft einer anderen Epoche zeigt. Wehmut und Begeisterung des Lezama Parks, einer ihre Glut feiernde Tangoträne, ein grosser Fluss der Hingabe an das Leben. 



 















Weiter unten das Quartier La Boca, Zusammenfassung zweier Welten, Mündung italienischer Träume, Lateinamerika und Europa im Süden verschmolzen.
Boca: Der Club unaufhaltsamer Passion für den Fussball, bei dem wegen der sündigen Hand eines irdischen Gottes der Gott des Himmels begann, seine Anhänger zu verlieren.
La Boca: schön, schmutzig, feurig, morbid wie eine neapolitanische Pizza, die den Spaziergänger mit Nostalgie und Zuneigung verführt und ihn ermahnt, zurückzukommen. 


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