Dienstag, 8. Dezember 2015


ERFINDUNGEN 

    Jene, die Rad, Telefon, Fernseher oder das Internet erfanden, sind bewundernswerte Leute. Eine Mischung aus Talent, Genialität und Fortschrittsglauben. Jenen, der das Rad erfand, ein Unbekannter aus dem Mesopotamien vor 7000 Jahren, leitete die Faulheit, wie dies Roberto Fontanarosa feststellte. Er weigerte sich, weiterhin zu schieben – so etwas von klar! Antonio Meucci, der Erfinder des „Teletrofon“, wie das Gerät ursprünglich hiess, war der Treppe überdrüssig, die in den zweiten Stock zu seiner an akutem Rheuma leidenden Frau führte. 

John Baird mit dem Fernseher und die anderen, an der Entwicklung des Internets Beteiligten bis zu denen der Gegenwart machen es uns schwerer. Niemand glaubte an das, was sich anbahnte. Niemand hinterliess eine Anleitung für Vorsorge oder Verhütung. Denn wie sollte eine solche aussehen? Die Vorteile, die wir dadurch erhielten, lösten grosse Erwartungen ein und erleichterten 35% der Menschheit den Alltag. Zugleich haben die Probleme und Konflikte um die Abhängigkeit von und die Unterwürfigkeit gegenüber diesen Spielzeugen uns nur Kopfzerbrechen beschert. 

Es bleiben drei leidige Fragen offen: Was macht man mit den 65% der Menschheit, die keinen Zugang dazu haben? Was soll mit dem Abfall, was mit seinen Kollateralschäden geschehen? 


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