WEG UND ZIEL
Die Wahrheit kann umständlich und ärgerlich sein.
Das Ziel, hören wir oft und immer wieder, ist der Weg,
ääh..... der Weg?
Der Weg soll Freude machen, aber manche wollen das nicht und
viele können es nicht.
Der Weg kann Tortur, Schulden, schlaflose Nächte bedeuten,
Stress, Verlust des Arbeitplatzes, Verzweiflung und Kreuzigung
sein.
Die Wahl der Wege kann lange und steinig sein.
Der Weg ist wie eine ermüdende Reise mit dem Flugzeug,
die viele vermeiden möchten und gerne einen Privatjet wie Mick
Jager oder Lady Gaga besässen.
Das Ziel bereits in der Hand: das iPhone, um Orte zu
fotografieren, die unsere blossen Augen nicht zu schätzen wissen
und in der Lage zu sein, unseren Urlaub mit jenen zu teilen, die
5000 Kilometer entfernt sind.
Unsere Gesellschaft hat sich in der Frivolität eingerichtet: es gibt
zu viele Menschen, die eine Welt zu geniessen scheinen, in der
Zeit und Distanz nur hinderlich sind. Die Zeit ist eine Mangelware,
eine Ware, die niemand besitzt, die Distanz erfordert unnötige
Reisen – daher die Notwendigkeit eines Privatjets...
Wir leben in einer grotesken Welt, spezialisiert auf die Schaffung
von Wünschen, die so überflüssig wie lächerlich sind.
Aber: „Achtung“, werden viele Leute sagen, „das iPhone.“
„Sei nicht so ein Prediger oder Moralist!
Er oder sie verwendet es nur sehr sparsam!
Und der oder die andere nur sehr selten!
Das machen doch nur die Jugendlichen!“
Ich denke: „Klar, die Jugendlichen!
Die Jugendlichen, das sind immer mehr,
jetzt auch schon diejenigen um 65!“

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